Wearables im Spitzensport

Wearables im Spitzensport

Einsatzmöglichkeiten von Wearables

Die Zeiten in denen man sich unter Wearables nicht mehr als einen Pulsmesser vorgestellt hat sind lange vorbei. Mittlerweile lassen sich nahezu alle vorstellbaren Daten am Körper erfassen. Hierbei sind der Kreativität der Entwickler fast keine Grenzen gesetzt. Die Applikationsideen sind meist genauso innovativ wie die eingesetzte Technologie. Durch die immer kleiner werdenden Bausteine und die steigende Performance der Hardware werden in rasanter Geschwindigkeit neue Einsatzgebiete erschlossen.

Radfahren, Leistungsmessung, Wearables. Ausdauersport, Radsport, Puls, Herzfrequenz

Bild 1: Die Messmöglichkeiten gehen dank moderner Wearables weit über Puls- oder Entfernungsmesser hinaus.

Für den Spitzensport ergeben sich vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Training, Wettkampf und in den Regenerationsphasen. Durch die Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Inertialmesssysteme (bestehend aus Beschleunigungssensor, Gyroskop und Magnetfeldsensor) lassen sich beispielsweise beliebige Bewegungsdaten in allen drei Raumachsen aufnehmen. Hierdurch kann sowohl die Bewegungsausführung als auch das Timing immer hochfrequenter aufgelöst und analysiert werden. Die Messgenauigkeit steigt ebenfalls kontinuierlich. Zusätzlich zu Beschleunigung, Lage und Drehraten können die Positionsdaten durch funkbasierte Messsysteme aufgenommen und zur Betrachtung hinzugezogen werden. Die entsprechenden Systeme arbeiten mit Antennen, die rund um das Trainingsgelände positioniert werden. Diese empfangen die Funksignale der Sender, die an Sportler oder Sportgerät appliziert sind. Über die Laufzeitdifferenzen der Signale lässt sich die Position mittlerweile im Zentimeterbereich bestimmen.

Neben den klassischen Trainingsdaten wie Herzfrequenz und Herzratenvariabilität lassen sich inzwischen Sauerstoffsättigung, Laktatkonzentration, Flüssigkeitsverlust und weitere Parameter zur Leistungsdiagnostik nichtinvasiv messen. Hierfür kommt unter anderem die Pulsoxymetrie zum Einsatz. Diese ermöglicht es, die Änderung des Blutvolumens in den Blutgefäßen optisch zu messen. Über die Periodizität des Messsignals lässt sich anschließend der Puls ableiten. Des Weiteren wird über die wechselnden Absorptions- bzw. Reflexionseigenschaften von sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Blut die Sauerstoffsättigung bestimmt. Die gewonnen Daten können online als Sofortfeedback verwendet werden.

Nach dem Training können Schlafverhalten und Stresslevel zur besseren Beurteilung der Regenerationsfähigkeit und allgemeinen Verfassung aufgezeichnet werden. Neben der Schlafdauer wird beispielsweise die Länge der REM- bzw. Tiefschlafphasen untersucht.

In Zukunft werden hier in geeigneten Kategorien weitere Einsatzmöglichkeiten und technische Details zu finden sein.

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2 comments

  1. Peter Düking | Universität Würzburg 09:23 am März 29, 2016

    Wir haben für euch die Datenbanken durchforstet und aktuelle wissenschaftliche Publikationen zu Wearables und deren Einsatz im Sport zusammengefasst: http://sportsandscience.de/category/wearable/

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