Wearables im Spitzensport

Wearables im Spitzensport

Kanadischer Schwimmverband setzt auf handgelenkbasiertes Wearable „Swimlytics“

Der kanadische Schwimmverband Swimming Canada arbeitet seit Herbst 2016 mit dem Trainingsgerät Swimlytics, das von Dr. John Barden, Kinesiologieprofessor an der Universität von Regina, entwickelt wurde, um die Leistungen der kanadischen Hochleistungsschwimmer zu optimieren. Die Technologie des handgelenkbasierten Wearable war vor den Sommerspielen in Rio noch im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Barden erwartet jedoch, dass sie schon bald im regelmäßigen Trainingseinsatz sein wird. Finanziell u.a. gefördert durch Kanadas Sportforschungsprogrammm Innovations 4 Gold und bis dahin als „Top-Secret-Projekt“ behandelt, wurde Swimlytics offziell im November 2016 beim Own the Podium Summit in Calgary vorgestellt. Mit der Verbreitung ausführlicher Produktdetails oder einer schnellen Kommerzialisierung von Swimlytics ist allerdings nicht zu rechnen, da die Kanadier darauf bedacht sind, ihren Wettbewerbsvorteil zu schützen.

Bei Swimlytics handelt es sich im Kern um einen tragbaren Beschleunigungssensor, der verwendet werden kann, um Zugfrequenz, Zuglänge und weitere Parameter im Hochleistungsschwimmen exakt zu messen. Das Wearable ist in der Lage,  jede Sekunde einer Trainingseinheit aufzuzeichnen. Dies ermöglicht Trainer und Athleten, Schwimmzüge und Wenden in jedem Trainingssetting zu optimieren. Dabei werden alle Bewegungen des Athleten zur Mustererkennung aufgezeichnet. Sobald leistungsminderndes Verhalten oder ineffiziente Bewegungsroutinen identifiziert werden, können sie entweder verbessert oder korrigiert werden.

Das kanadische Schwimmteam konnte in Rio bereits sechs olympische Medaillen für sich verbuchen. Die neue Wearable-Technologie wird sicherlich dazu beitragen, auch in Tokyo 2020 erfolgreich abzuschneiden.

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