Wearables im Spitzensport

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MISSIE – Mess- und Informationssystem für Sprünge im Eiskunstlauf

Drei-und Vierfachsprüngen sind im Eiskunstlauf seit einigen Jahren Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit der Athleten (King, 2005; Schindler, 2010). In Übereinstimmung mit Knoll, Müller, & Kreibich (2010) ist mit weiteren Schwierigkeitssteigerungen bei Sprüngen zu rechnen. Zudem ist bekannt, dass die Sprungelemente in der Wettkampfergebnisstruktur des Einzellaufs eine dominante Komponente darstellen (Schäfer, 2011).

Perfekte Haltung bei der Landung: Mit dem Messsystem MISSIE zu mehr Effizienz bei Techniktraining

Perfekte Haltung bei der Landung: Mit dem Messsystem MISSIE zu mehr Effizienz bei Techniktraining

Ziel dieses vom BISp geförderten Forschungsprojektes ist die Entwicklung und Anwendung von MISSIE zur optimalen Unterstützung des langfristigen Leistungsaufbaues beim Sprungtechniktraining auf dem Eis. Mit MISSIE sollen wesentliche Technikparameter von Sprüngen im Eiskunstlauf als objektive Sofortinformationen zur Verfügung stehen und damit im Feedbackprozess während des Technik- und Lerntrainings der Athleten genutzt werden können. Der Optimierungsprozess bei der Entwicklung von MISSIE orientiert sich an folgenden Kriterien:

  • Automatische Erfassung der biomechanisch relevanten Bewegungsereignisse „Einstich, Lösen des Gleitbeines, Abflug und Landung“ mit Hilfe von Beschleunigungssignalen
  • Quantifizierung und Objektivierung der Technikparameter „Flugzeit“, „Rotationsgeschwindigkeitsverlauf in der Flugphase“ bei allen Einzelsprüngen und zusätzlich der Parameter „Gesamtstützzeit“, „einbeinige Stützzeit“ und „beidbeinige Stützzeit“ bei Einstichsprüngen
  • Minimierte Beeinträchtigung des Sportlers in der Bewegungssituation durch die eingesetzte Hardware von MISSIE
  • Bereitstellung der Informationen maximal 10 Sekunden nach ausgeführtem Sprung
  • Bedienbar mit eigenständiger, windowskompatibler Software

Bei Realisierung der oben genannten Zielstellung wird MISSIE genauer und praktikabler als bisher bestehende Systeme und soll somit bessere Voraussetzungen für den gezielten Leistungsaufbau deutscher Kadersportler für die kommenden Olympiazyklen schaffen. Die Zusammenführung mit dem System EVENTA, welches Bildreihen zur Unterstützung des Techniktrainings generieren kann, wird in Kooperation mit dem IAT angestrebt.

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